Stadt der Zeppeline - Grabner Bootstest

Bodenseefeeling mit Schwanansammlung
Bodenseefeeling mit Schwanansammlung

Wieder mal ein verlängertes Wochenende, das wir für einen Kurzurlaub nutzen wollen.

Die Reise geht an den Bodensee, das Wetter soll akzeptabel sein und wir haben den Campinplatz bereits gebucht.

Also keine Kurzentscheidung, sondern schon länger ins Auge gefasst.

Der Grund ist der stattfindende Grabner Bootstest, der an diesem langen Wochenende in Friedrichshafen stattfindet.

Grabner Boote interessieren mich seit längerem, da wir - bzw. ich - überlegen, ob es für die Kurztouren nicht doch einfacher wäre, eine aufblasbare Variante als Bootstyp im Wohnmobil mit zu nehmen. 

Wäre halt einfacher in der Handhabung, ich muss nicht aufs Dach, was ja doch immer mit einem Kraftakt verbunden ist. Und auf die Dauer ist die Dachbelastung unseres Womos doch erheblich.

Deshalb habe ich seit einiger Zeit Infos für die mobileren Arten von Kajaks etc. gesammelt.

Übrig geblieben sind eigentlich 3 Versionen:

Grabner Schlauchboote, Gumotex Schlauchboote oder das Nortik Scubi 2 als Zwitter zwischen Falt und Schlauchboot.

Da all diese Bootsvarianten doch einiges an Geld verschlingen, wollten wir das mal vorab testen.

Deshalb war es eine gute Gelegenheit zuerst mal die Grabner Boote am Bodensee im Praxiseinsatz zu erproben.

 

Campingplatz CAP - ROTACH - Quelle: www.cap-rotach.de
Campingplatz CAP - ROTACH - Quelle: www.cap-rotach.de

Mittwoch, 09.05.218

Die Anreise erfolgt bereits am Mittwoch abend und wir kommen ohne Stress gegen 20.30 Uhr am reservierten Platz an. Eigentlich sollten wir laut E-Mail auf Platz 12 einchecken, aber da steht schon einer. Also nehmen wir den Platz daneben (Nr. 11), was nach Rücksprache mit der Rezeption auch OK ist.

Der Campingplatz ist verhältnismäßig klein, direkt am See und mit sehr guten Sanitäranlagen, Restaurant und Brötchenservice ausgestattet. Gefällt uns sehr gut!

Duschen kostet zwar 50 Cent für 4 Minuten, aber das ist OK. Zumal es einen Automaten gibt, der die Duschmünzen auswirft und sich somit der Gang zur Rezeption erübrigt.

Wir freuen uns auf den nächsten Tag, obwohl das Wetter nicht optimal sein soll.  Zudem will uns dann am Freitag noch die Tochter besuchen und 3 Tage mit uns verbringen.

Aber jetzt ins Bett - Gute Nacht!

Friedrichshafen mit Moleturm - Quelle www.friedrichshafen.de
Friedrichshafen mit Moleturm - Quelle www.friedrichshafen.de

Donnerstag, 10.05.2018

Nach dem Frühstück, ein kurzer Spaziergang in Richtung Ruderverein, da hier der Bootstest stattfindet.

Ist in ca. 10 Minuten vom Campingplatz zu erreichen, aber alles verschlossen.

Also weiter Richtung Hafen von Friedrichshafen, um die Gegend ein bisschen zu erkunden.

An einem eigentlich idyllischem Plätzchen direkt am Hafen erliegen wir der Verlockung nach Apfelstrudel mit Vanilleeis. Leider typisch Massentourismus in schlechter Qualität.

Beim weiteren Stadtbummel dann noch Geld auftanken dann wieder zurück geschlendert zu unserem Domizil. 

Der Nachmittag wird ruhig verbracht, einfach runterkommen und Seele baumeln lassen...

Nachts kommt dann doch noch der angekündigte Regen, aber uns gefällt das ja, wenn es auf das Womodach leise trommelt.

Freitag 11.5.2018

Ankunft Manuela und Boostest.

Gegen 8:30 Uhr trifft bereits unsere Tochter ein, wir frühstücken gemeinsam und machen uns dann auf den Weg zum nahen Grabner Bootstest im Gelänge vom Ruderverein Friedrichshafen.

Per Rad in ein paar Minuten erreicht, aber doch nicht die ersten. Aber der Andrang hält sich in Grenzen und es sind schon alle Boote einsatzbereit.

Mich interessieren in erster Linie die Kajak-Versionen (Holiday 2+3, Explorer, Mega). In dieser Reihenfolge wird getestet, wie der Einstieg bzw. Ausstieg gelingt, wie kippstabil die Boote sind und natürlich wie sie sich paddeln lassen.

Nach einigen Testst kristallieren sich 2 Boote heraus: Holiday 3 und Mega. Beide Boote sind 5m lang, haben damit genügend Platz um auch mal Tourengepäck aufzunehmen. Natürlich schreckt der Preis von 2.100 bzw. 2.400 Euro dann doch zuerst mal ab. Zubehör (Pumpe, Transportsack, Steuer etc.) kommen ja auch noch dazu.

Zumindest haben wir jetzt gute Eindrücke gewinnen können über diese robusten und auch kippstabilen Boote der Fa. Grabner - jetzt müssen wir halt noch ein bisschen sparen.

Nach dem Bootstest, geht es ab aufs Rad! Das Wetter ist herrlich und wir wollen nach Lindau radeln.

Gesagt, getan und so starten wir ins 21km entfernte Städtchen Lindau.

Unterwegs von Friedrichshafen nach Lindau
Unterwegs von Friedrichshafen nach Lindau
der übliche Radler-Stau am Bahnübergang bei Lindau
der übliche Radler-Stau am Bahnübergang bei Lindau

In Lindau angekommen, erschrecken uns dann doch die Menschenmassen, die hier ebenfalls das herrliche Wetter genießen wollen. Die Radstrecke war ja schon gut besucht, aber hier ist doch noch einiges mehr los.

Wir versuchen dem Rummel zu entgehen und suchen das Restaurant & Cafe Mole 3 vom Segelverein Lindau.

auf. Direkt am See, herrlicher Blick, super Capuccino und Apfelstrudel - was will man mehr!

Der Rückweg steht an und wir reihen uns wieder ein in die radelnde Massenbewegung Richtung West.

Der Hunger meldet sich und wir kehren am Dorfkrug ein. Ein Biergarten, durch den direkt der Bodensee Radweg durchführt - hier MUSS man ja einkehren :-)

Auch wenn das Essen jetzt nix weltbewegendes ist, aber der Biergarten ist herrlich angeregt und ein Radler nach dem Radeln ist immer gut.

Zufrieden erreichen wir dann nach gut 45 km unseren Campingplatz und lassen den Abend noch gemütlich ausklingen mit Kartenspielen und entspannter Dusche.

Samstag, 12.05.2018

Gemütlicher Tag. Irgendwie kommen wir zu keiner Entscheidung, was wir 3 tun sollen.

Radeln nach Meersburg, Stadtbummel, faulenzen?

Die Damen entscheiden sich für den Bummel in Friedrichshafen und passe derweil auf unser Womo auf :-)

Nachmittags dann zum Eisessen etc. nochmal gemeinsam ins Städtchen und abends wird gegrillt!

Nachdem obligatorischem Abspülen, duschen usw. laden wir unser Töchterchen noch zu einem Aperititv ins Restaurant vom Platz ein. Es werden dann doch eher 2 und irgendwann will die Bedienung kassieren. Also ab nach Hause ins Bett.

 

Sonntag, 13.05.2018

Manu reist schon gegen 7:30 ab, da sie noch was vorhat. 

Monika und ich frühstücken gemütlich, genießen den noch vorhandenen Sonnenschein und als die Wolken intensiver werden, räumen wir langsam zusammen.

Geht inzwischen ja schon flott von der Hand und gegen 9:30 Uhr sind wir schon "on the road".

Bezahlt hatten wir ja schon am Vorabend.

Leider erwischt uns auf der A96 und dann auch auf der A7 der Stau, so dass wir länger als erwartet für die Heimreise brauchen. Aber wir sind ja früh dran und so machen wir uns da keinen Streß draus.

Wir hatten das Wochenende ja zur Erholung gedacht und da lassen wir uns von dem bisschen Stau nicht aus der Ruhe bringen.

Bis zum nächsten Mal!